Carbetic · T1D Babysitting
Kinderschutz-Standards
Version 1.0 · Stand: 22. Oktober 2026 · English
Apps: „Carbetic“ und „T1D Babysitting by Carbetic“ (Google Play und App Store)
Entwickler: Carbetic Health (Diego Szekely, Einzelunternehmer), Rudolfgasse 1, 2380 Perchtoldsdorf, Österreich
Kontaktstelle für Kinderschutz: safety@carbetic.app
Unsere Verpflichtung
T1D Babysitting ist ein Netzwerk in beiden Apps, in dem Familien von Kindern mit Typ-1-Diabetes und Babysitter einander finden. Kinder sind der Grund, warum es das Netzwerk gibt, und ihre Sicherheit steht an erster Stelle. Bei sexuellem Missbrauch und sexueller Ausbeutung von Kindern und bei jedem Verhalten, das ein Kind oder eine jugendliche Person gefährdet, gilt null Toleranz.
Diese Standards gelten für das Netzwerk T1D Babysitting in beiden Apps und für alles, was Mitglieder dort teilen: Profile, Fotos, Nachrichten und Bewertungen.
Was verboten ist
Mitglieder dürfen nicht:
- Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs erstellen, teilen, anfordern oder verlinken, auch Zeichnungen sowie bearbeitete oder KI-erzeugte Bilder;
- ein Kind, eine jugendliche Person oder ihre Familie anbahnen (Grooming), um Vertrauen für einen Missbrauch zu gewinnen;
- Kinder oder Jugendliche mit Worten oder Bildern sexualisieren;
- ein Kind oder eine jugendliche Person um Fotos, Geheimnisse, private Treffen oder Kontakt ohne Wissen der Familie bitten;
- drohen, intime Bilder zu verbreiten, oder solche Bilder nutzen, um jemanden unter Druck zu setzen (Sextortion);
- an Menschenhandel oder anderer Ausbeutung von Kindern mitwirken oder sie erleichtern;
- persönliche Angaben, die ein Kind erkennbar machen (Name, Geburtstag, Schule), in öffentlichen Bereichen des Netzwerks teilen oder Fotos von Kindern posten, die sie nicht teilen dürfen.
Wer das Netzwerk nutzen kann
- Kinder sind nie Nutzerinnen oder Nutzer. Familien beschreiben ihre Kinder nur mit wenigen festen Angaben (Zahl der Kinder mit Typ-1-Diabetes, Altersgruppen, verwendete Diabetes-Geräte). Namen, Geburtstage und Schulen von Kindern werden nie gezeigt. Eltern können Familienfotos hinzufügen, die ihre eigenen Kinder zeigen. Wie das ganze Familienprofil sieht sie jede Person, die in T1D Babysitting ein Profil veröffentlicht hat. Deshalb entscheiden die Eltern, welche Fotos sie teilen.
- Familien müssen mindestens 18 sein.
- Babysitter müssen mindestens 16 sein. Babysitter mit 16 oder 17 bestätigen, dass ihre Eltern oder Erziehungsberechtigten einverstanden sind, und ihr Alter wird immer angezeigt.
- Alle, die Nachrichten senden, bestehen eine Ausweisprüfung (Ausweis und Live-Selfie). Die Prüfung bestätigt das Alter. Bewertungen setzen voraus, dass beide Personen sich Nachrichten geschrieben haben, daher hat auch jede Person, die bewertet, die Prüfung bestanden. Personen, die wir entfernt haben, können die Ausweisprüfung mit derselben Identität nicht noch einmal bestehen. Sie können daher keine Nachrichten senden, und erkennt die Prüfung sie, bleiben ihre Profile offline.
Wie wir Schaden verhindern und erkennen
- Automatische Fotoprüfung. Jedes Foto, im Profil oder im Chat, prüft Google Cloud Vision SafeSearch auf sexuelle und gewalttätige Inhalte, bevor es jemand sieht. Fotos, die die Prüfung nicht bestehen, werden nicht gezeigt oder zugestellt. Aus jedem Foto werden Standort- und andere versteckte Daten entfernt.
- Fotos bleiben in der App. Fotos lassen sich in der App nicht herunterladen, speichern oder teilen. Familienfotos sieht jede Person, die in T1D Babysitting ein Profil veröffentlicht hat. Deshalb entscheiden Eltern selbst, welche sie zeigen.
- Der ganze Chat bleibt in der App. Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Messenger-Links können im Chat nicht gesendet werden. So bleiben Gespräche dort, wo man sie melden kann. Profiltexte und Bewertungen werden mit festen Regeln auf Kontaktdaten, Links und verbotene Wörter geprüft.
- Sicherheitsprotokoll. Suchen, Profilaufrufe und Fotoaufrufe werden 12 Monate lang protokolliert, damit sich Stalking und anderer Missbrauch aufklären lassen. Nur unsere Moderation kann das Protokoll sehen.
- Babysitter mit 16 und 17. Meldungen zu sexuellen Inhalten oder Belästigung, an denen sie beteiligt sind, haben höchste Priorität. Wenn ein Mitglied mit geprüftem Ausweis so etwas meldet, wird das Konto der erwachsenen Person sofort ausgeblendet.
- Melden in der App. Jedes Profil, Gespräch, jede einzelne Nachricht, jedes Foto und jede Bewertung hat „Melden“, mit „Ein Kind könnte gefährdet sein“ als erstem Grund. Das erreicht man, ohne die App zu verlassen. Personen ohne Konto können per E-Mail an safety@carbetic.app melden.
- Blockieren wirkt sofort und in beide Richtungen.
- Sicherheitsinformationen in jedem neuen Gespräch und im Sicherheitscenter.
- Kein anonymer oder zufälliger Chat. Gespräche beginnen nur über ein Profil, und nur Mitglieder mit geprüftem Ausweis können Nachrichten senden.
Wie wir reagieren
- Sofortiger Schutz. Wenn ein Mitglied mit geprüftem Ausweis eine Gefahr für ein Kind meldet, wird das gemeldete Konto sofort ausgeblendet, noch bevor ein Mensch es geprüft hat. Meldungen von Personen ohne geprüften Ausweis kommen in unserer Warteschlange ganz nach oben.
- Menschliche Prüfung, in der Regel innerhalb von 24 Stunden, an jedem Tag der Woche, durch Diego Szekely oder unsere namentlich bestimmte Vertretung.
- Entfernung. Mitglieder, die gegen diese Standards verstoßen, werden dauerhaft entfernt. Mit derselben Identität können sie die Ausweisprüfung nicht noch einmal bestehen und daher keine Nachrichten senden.
- Beweise sichern. Wir bewahren die relevanten Inhalte in einer geschützten Fallakte auf, jeder Zugriff wird protokolliert, so lange die Behörden sie brauchen. Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs leiten wir nie weiter, laden sie nie herunter und teilen sie nie über das hinaus, was eine Anzeige erfordert.
- Anzeige bei Behörden. Wir melden Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs und mutmaßliche Straftaten gegen Kinder den zuständigen Strafverfolgungsbehörden. In Österreich sind das die Polizei und das Bundeskriminalamt; zusätzlich nutzen wir die österreichische Meldestelle Stopline. In Deutschland ist es die Polizei. In anderen EU-Ländern die nationale Polizei, oder Europol, wenn unklar ist, welches Land betroffen ist. Wenn Leben oder Sicherheit einer Person gefährdet sein könnten, informieren wir die Polizei unverzüglich (EU-Gesetz über digitale Dienste, Art. 18).
- Andere Betroffene informieren. Wenn wir ein Mitglied aus Kinderschutzgründen entfernen, können wir die Personen, mit denen es geschrieben hat, darüber informieren, dass dieses Mitglied nach einer Sicherheitsprüfung nicht mehr bei T1D Babysitting ist, ohne Einzelheiten.
Einhaltung der Gesetze
Wir halten die Kinderschutz-Gesetze ein, die für uns gelten, darunter das EU-Gesetz über digitale Dienste, das österreichische Strafrecht und das Datenschutzrecht. Wir arbeiten mit Strafverfolgungsbehörden zusammen und beantworten rechtmäßige Anordnungen und Anfragen. Unsere Netzwerkbedingungen und Community-Richtlinien legen diese Regeln für alle Mitglieder fest.
Kontaktstelle für Kinderschutz
Diego Szekely, Carbetic
E-Mail: safety@carbetic.app (Deutsch oder Englisch)
Postanschrift: Rudolfgasse 1, 2380 Perchtoldsdorf, Österreich
Behörden können auch an legal@carbetic.app schreiben.
Wenn ein Kind in unmittelbarer Gefahr ist, ruf zuerst deinen örtlichen Notruf an.